Tipps für Vereine
Das ist doch sicher der Traum eines jeden Kegelvereins. Endlich eine eigene Kegelanlage. Doch dieses Vorhaben muss gründlich durchdacht sein. Oft kommt dann nach Fertigstellung der Anlage, und wenn es Jahre später ist, das böse Erwachen. Denn dann stellt man fest, dass man das so hätte machen müssen und dies eben so... Wie viele Kegelbahnen brauchen wir? Das ist wohl die wichtigste Entscheidung. Man sieht es heute immer wieder, dass die Vereine größer geworden sind und z. B. mit ihrer Zweibahnen-Anlage nicht mehr auskommen. Oft ist gar nicht möglich, einfach noch zwei dran zu bauen und wenn, dann ist das ein völlig anderes Kegeln, das allerdings sehr gewöhnungsbedürftig ist... Darum sollte man als Sportkegelverein auf jeden Fall mindestens eine Vierer-Anlage anstreben. Wie viel Platz brauchen wir für die Kegelanlage? Dieser Punkt wird wohl bei der Planung solcher Anlagen immer etwas vernachlässigt. Die Hersteller geben eine Zahl von 6 Metern ab dem Anlauf an. Gut, das mag gerade mal reichen, wenn nie mehr als 8 Leute bei einer Gesellschafts-Kegelgruppe spielen. Aber bei einem heißen Punktespiel mit vielen Fans auf beiden Seiten ist dieser Platz viel zu wenig. Daher sollte man bei solchen Veranstaltungen mindestens 20 Meter Platz vom Anlauf zur Wand haben. Eventuell macht es sich auch sehr gut, den Bereich ab 10 Metern zu erhöhen, also ein Podest, damit die Zuschauer eine bessere Sicht nach vorne haben. Welchen Hersteller beauftragen wir? Jetzt geht es also darum, ob man jetzt Funk, Vollmer, Spellmann, STI oder Spieth wählt. Einen Fehler soll man auf keinen Fall machen. Nämlich um den Preis zu drücken an allem zu sparen. Es ist sicher nicht falsch, Kosten zu sparen. Aber man muss auch bedenken, dass man die Kegelanlage viele Jahre benutzen möchte und möglichst wenig Reparaturen in dieser Zeit haben möchte. Die Kugellauffläche Die Farbe des Kunststoffes ist Geschmackssache. Es gibt auch keine Farbe, die man nicht verwenden kann. Es haben sich allerdings grün, blau und schwarz durchgesetzt. Natürlich kann man auch knallrot wählen. Nur muss man eben bedenken, dass lange Zeit darauf spielen wird. Und gute Qualität kostet eben. Der Unterbau Dort wird leider zu gerne gespart. Bei einem, der das Kegeln beherrscht, wird das auch nicht sehr auffallen. Wohl aber wenn auf dieser Anlage auch Gesellschaftskegler spielen sollen. Und das ist fast überall. Die Fehlwurfrinne Zugegeben, farbige Kunststoff-Fehlwurfrinnen passen sehr schön in das Design der moderen Kegelbahn. Früher waren diese nicht besonders langlebig, doch mittlerweile sind sie schon robuster geworden. Im Gegensatz zu den Holzrinnen sind diese allerdings auch etwas geräuschvoller wenn die Kugel darin läuft. Man kann sich streiten was besser ist. Die Lebensdauer der Holzrinnen ist etwas höher, falls einen das heraussplitternde Holz nach einigen Jahren nicht stört.
Es ist auch fast normal, dass der Kunststoffbelag nach einigen Jahren an den Kanten zur Fehlwurfrinne ausbricht. Diese immer gut beobachten und lose Teile auch sofort entfernen, da diese bei Begegnung mit der Kugel böse Kratzer hinterlassen. Der Anlauf Man hat für die seitlichen Anläufe zur Auswahl Riefengummimatten, normales Lino, Korklino und Noppengummiplatten Der Vierpass Hier spielt sich alles ab. Wenn hier nicht richtig gearbeitet wurde, dann kann man auf der schönsten Kegelanlage keine Ergebnisse spielen. Die Schlagwände Diese sollten mit einem möglichst weichen Gummi belegt sein, da dieser den Kegelfall ein bisschen begünstigt. |