Kegeln im Verein?

Ob man schon einige Jahre Kegelerfahrung hat oder auch noch nie eine Kugel in der Hand hatte, dann stellt man sich vielleicht irgendwann die Frage, ob man nicht noch eine Stufe höher steigt und sich einem Verein anschließt.
Der nächste Schritt ist, dass man sich überlegt, ob man den Sport- oder Freizeitkeglern beitreten soll. Aber was ist da für ein Unterschied?
Der Unterschied besteht darin, dass Freizeitkegler ihrem Vergnügen meist lockerer nachgehen, als Sportkegler. Was aber nicht heißen soll, dass Freizeitkegler schlechter spielen. Nein, der Unterschied wird erst klar wenn man ein Spiel der Freizeit- und Sportkegler in der oberen Klasse beobachtet. Während bei den Freizeitkeglern der Rest der Mannschaft mit einem Bier in der einen und einer Zigarette in der anderen Hand anfeuert, gibts bei den Sportkeglern ein Alkohol- und ein Rauchverbot, das allerdings meist nur in den höheren Klassen eingehalten wird...

Spätestens hier weiß man nun, wo man sich wohl fühlen wird. Sollte man auch den Partner in den Verein bringen wollen und vielleicht noch die Kinder, dann wird man sich eher für einen Sportkegelverein entscheiden, der eine gute Kinder- und Jugendbetreuung hat. Dies wird leider bei vielen Vereinen sehr vernachlässigt und man wundert sich dann, warum da keine Leute nachkommen. Dabei liegt doch in den Jugendlichen die Zukunft des Vereins.
In einem Sportkegelverein hat man normalerweise viel Trainingsmöglichkeiten bei einem geringen Beitrag, je nachdem ob der Verein auch eine vereinseigene Bahnanlage hat. Wer mehrere Vereine in seiner Nähe hat und vor einer Entscheidung steht, der soll auch mal die Bahnen testen. Denn wenn man gerne möglichst hohe Ergebnisse spielen will, dann sucht man sich natürlich die bessere Bahn aus.



Kegeln ein Sport?

Viele Leute meinen, das Kegeln eigentlich gar kein Sport ist. Man muss denen auch teilweise Recht geben, denn bei einen Gesellschaftskegelabend mit 15 Leuten kann von Sport auch keine Rede sein. Anders sieht es in Vereinen aus, wo die Kegler bis zu 1000 Wurf in der Woche absolvieren.
Es ist deshalb auch sehr wichtig, dass man gute Muskeln, vor allem in den Beinen hat. Sonst stehen Knieprobleme nach einigen Jahren mit Sicherheit an. Man kann diesen aber entgegen wirken, indem man regelmäßig ein Fitnessstudio besucht und dort Muskelaufbau betreibt. Ausserdem macht sich dies auch in der Leistung bemerkbar. Wichtig ist auch, dass man nicht zu schwer ist, denn beim Abbremsen des Anlaufes werden die Knie mit dem dreifachen des Körpergewichts belastet. Da ist es auch kein Wunder, dass sich schon einige Kegler ihre Knie kaputt gekegelt haben...



Genussmittel beim Kegeln

Das ist ein Thema, das das Kegeln leider als Wirtshaussport degradiert hat. Und es wird leider viel zu wenig getan, um das zu ändern.
Bei den Freizeitkeglern ist es, bis auf wenige Ausnahmen, wirklich nichts anderes. Bei den Sportkeglern ist es etwas besser. Gerade das Rauchen ist das Thema überhaupt, denn viele Kegler können sich einen Kegelabend ohne Zigarette einfach nicht vorstellen. Denen ist es auch egal, dass ihre nichtrauchenden Vereins- und Sportkameraden dadurch belästigt werden, auch wenn es diese nur selten zugeben. Nein, die wollen das so und wehe, es wagt einer etwas dagegen zu sagen...
Solche Menschen gibts es leider noch viel zu viele im Kegelsport.
In welcher anderen Sportart wird der Sport manchmal in rauchgeschwängerter Luft betrieben? Man stelle sich einmal eine Hallensportart vor, wo einige tausend Zuschauer rauchen. Eine Tortur für den Sportler. Aber der Kegler muss sich das leider manchmal gefallen lassen.
Es wäre auch zum Beispiel sehr vernünftig wenigstens beim Jugendtraining ein Rauchverbot einzuführen. Aber solche Dinge werden, falls sie doch mal vorgeschlagen werden, meist von rücksichtslosen Zeitgenossen verhindert...
In diesem Bereich muss noch viel geändert werden. Aber im Laufe der nächsten Jahre oder Jahrzehnte wird sich das sicher verbessern.



Hier geht's wieder zurück